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Finanzwesen

Investieren ist gut, Kontrolle ist besser.

Die Finanzen sind das Sensibelste in

einem Unternehmen. Ohne „Moos“ ist

bekanntlich nicht viel los! Und auch

mit „Moos“ können viele nicht so

recht umgehen.

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Schockstarre Führungsspitzen - Kreditkrise überfordert Manager

Die Unentschlossenheit vieler Konzernführungen beim Umgang mit der Rezession hat zu einem massiven Vertrauensverlust im Topmanagement geführt. 40 Prozent des Führungspersonals unterhalb der CEO-Ebene traut seinen Chefs kein überzeugendes Krisenmanagement zu.


Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Booz & Company hervor. 65 Prozent der finanziell angeschlagenen Unternehmen konzentrieren sich nach Einschätzung ihres Führungspersonals trotz akuter Refinanzierungsprobleme nur unzureichend auf Aufbau und Erhalt ihrer Liquidität.
Die Ergebnisse der Befragung von weltweit 830 Managern der obersten Führungsebenen spiegeln die Verunsicherung an der Spitze vieler Konzerne wider.  Da verlässliche Prognosen fehlten, steuerten viele Unternehmen auf Sicht und liefen dabei Gefahr, notwendige Kurswechsel zu versäumen.
Dabei bestünde erhöhter Kommunikationsbedarf, um dem eigenen Führungsteam die neuen Herausforderungen zu erklären und die Reihen geschlossen zu halten. Viele Unternehmenschefs hätten ihr Management in den vergangenen Jahren auf eine Richtung eingeschworen - und nun sei plötzlich alles anders. Wenn die Veränderung auf der stärker operativ ausgerichteten zweiten und dritten Managementebene dramatischer eingeschätzt werde als an der Spitze, sei das ein Warnsignal. Denn in der Krise kommt es darauf an, keine Zeit zu verlieren. Aber kaum mehr als ein Drittel der finanziell schwächeren Unternehmen treiben derzeit den Verkauf von Unternehmensteilen jenseits des Kerngeschäfts voran, um die Liquidität zu verbessern.
Umgekehrt versäumten viele starke Unternehmen die strategische Chance, im Abschwung zuzukaufen. Noch lasse sich die Zurückhaltung mit den weiter sinkenden Unternehmenswerten begründen. Doch wer zu lange wartet, läuft Gefahr, am Ende leer auszugehen.
Matthias Lambrecht (Hamburg)
Quelle: Financial Times Deutschland